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5. November 2015

Hausbesuche bei der "Bürgerwehr" in Freital: Festnahmen und jede Menge Sprengstoff

Gegen 6:00 Uhr heute Morgen bekamen die selbsternannte "Bürgerwehr FTL/360" unangekündigten Besuch. Gleichzeitig durchsuchten Beamte einer Spezialeinheit 9 Wohnungen in Freital und Dresden. Vier Personen wurden umgehend in Haft genommen.



Zudem wurden verschiedene Gegenstände sichergestellt, darunter Waffen (keine Schusswaffen), Sprengkörper, Hakenkreuzflaggen und andere Nazidevotionalien.

Nach mehrfach übereinstimmenden Informationen handelt es sich dabei unter anderem um Personen, die hier bereits vor einiger Zeit Gegenstand der Berichterstattung waren. [*]

Den Beschuldigten wird unter anderem zur Last gelegt, an Angriffen auf Asylunterkünfte im Raum Dresden und speziell in Freital, sowie an einer Baseballschlägerattacke auf DemonstrationsteilnehmerInnen im Juni diesen Jahres in Freital beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter und vollendeter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Unsere Ansicht nach muss unbedingt ergänzt werden muss: Volksverhetzung, Bedrohung, Nötigung, diverse Fälle von Körperverletzung, Brandstiftung und natürlich Bildung einer kriminellen, wenn nicht terroristischen, Vereinigung...

Wir freuen uns natürlich zu sehen, dass die monatelange Einschüchterung durch diese Vereinigung nun endlich Konsequenzen nach sich zieht. Es kann nur gehofft werden, dass diesem ersten konsequenten Schritt weitere folgen werden und alle Betroffenen in Freital erstmals wirklich zur Ruhe kommen können.



[*] Nach Störaktionen bei Freitaler Willkommensfest - Bürgerwehr/Widerstand-Nazis enttarnt? 

15. August 2015

Welcome to Absurdistan: Asylfeinde und Neonazis im Heim und niemanden stört es

Am gestrigen Freitag erschien in der Sächsische Zeitung​ ein Artikel, in dem unsere Veröffentlichungen zum Leonardo in Freital und der Redebeitrag dazu in Leipzig aufgegriffen wurden. 


Dem neurechten Aktivisten Matthias Weinlich​ wurde dabei erneut in der Presse die Gelegenheit gegeben "seine Version der Geschichte" darzustellen, was an Absurdität kaum noch zu überbieten ist. 
Natürlich streitet Weinlich sämtliche Vorwürfe um seine Aktivitäten im Heim ab und führt diese abstruserweise auf eine persönliche Antipatie gegen ihn zurück. Die Recherchen zu seiner Vorgeschichte und seiner Rolle im Heim, so Weinlich, habe zu einem Rückgang der Spenden und einem generellen Misstrauen gegenüber freiwilliger Arbeit vor Ort geführt.
An dieser Stelle wird die Argumetation vollständig unbegreiflich für uns: Offenbar ist nicht die Anwesenheit eines Mitorganisators der asylfeindlichen Proteste ein Problem - Nein - das Problem liegt darin, dass diese an die Öffentlichkeit geraten ist. 

Der Versuch, die Verantwortung für die berechtigten Vorbehalte gegen den neurechten Rassisten, der Aufmerksamkeit für unseren Bericht dazu in die Schuhe zu schieben, mithilfe der eigenen Inszenierung über die Medien, können wir nur als erbärmlich bezeichnen. Auch das dies von den Journalisten bei der Berichterstattung mitgemacht wird...

25. Mai 2015

Die Musik spielt längst woanders, da hilft auch kein Dementieren: Heiße Luft findet bei den Anhängern kaum noch Anklang

Seit 20. Oktober des vergangenen Jahres ziehen die Menschen beinahe ununterbrochen jeden Montag durch die Straßen der sächsischen Landeshauptstadt. Zum Höhepunkt der Bewegung, nach dem Anschlag auf das Satire Magazin Charlie Hebdo, am 12.01.2015 kamen bis zu 25.000 Pegida-Anhänger auf die Demonstration in Dresden. Nach über einem halben Jahr ist wohl bald Schluss. Bereits seit längerem kann man beobachten, wie Diskussionen über die Zukunft nicht mehr von der Führerfigur Lutz Bachmann bestimmt werden. Auf verschiedenen Portalen der neuen Rechten im Internet dominiert dazu das eindeutige Fazit: "Man kann nicht über den Sommer hinweg spazieren gehen, es wird eine Pause geben müssen."

11. November 2014

Eröffnungsrede von PEGIDA-Organisator Lutz Bachmann zur Demonstration am 10.11.2014

Nach einem "Liebe Freunde" zur Begrüßung kommt man in Dresden schnell zum Wesentlichen: "Laut Grundgesetz geht die Macht vom Volke aus und genau dieses Volk sind wir!"


Die Rede ist eine Aufzählung der vom "besorgten Bürger" empfunden Missstände, die aber in ihrer Wirkung zusammen mit den Bildern aus dem Video einen ganz neuen "Gruseligkeitsfaktor" erreicht hat.
Als erstes kommt an diesem Abend die ‪‎Opferrolle‬: Die bösen Medien überschlagen sich "mit Vorverurteilungen und Verunglimpfungen", um die Bewegung in "eine hässlich Ecke zu drängen".
Man erkenne darin nur eins: "dies ist ein Zeichen von Angst, Angst vor der Wahrheit, Angst vor Ehrlichkeit und Angst vor einem Volk, welches sich auf die Grundwerte unserer Gesellschaft besinnt und dann auch noch dafür auf die Straße geht!"

In dem gesamten ersten Absatz scheint man sich ganz klar bei den Montagsdemos der neuen Friedensbewegung 2014 orientiert zu haben:

7. November 2014

Wer steckt hinter Dresdner Montagsdemos? Ein Beitrag von MDR Exakt am 05.11.2014 klärt auf.



Am Montag den 03.11.2014 sind in ‪‎Dresden‬ nach übereinstimmenden Meldungen wieder über 1000 Anhänger des Bündnis ‪PEGIDA‬ zusammengekommen. 

Bei der Gegenkundgebung haben sich etwa 500 bis 600 Menschen eingefunden, diese wurde laut Meldungen mit ‪#‎nopegida‬ auf Twitter gegen halb acht beendet. Währenddessen ziehen momentan noch eine Menge "‪‎besorgter Bürger‬" zusammen mit ‪‎NPD‬-Anhang, rechten Hooligans und der stolzen ‪AfD‬-Gefolgschaft durch die Innenstadt.

Wer läuft da wirklich? In einem Beitrag vom MDR wird deutlich, wer und was hinter der Bewegung steht und dass der Verfassungsschutz mal wieder etwas langsam zu sein scheint, das tatsächlich bedrohliche Potential zu erkennen: "So wird ‪Islamfeindlichkeit ‬gesellschaftsfähig."

6. November 2014

Der Hass gegen Fremde stellt sich in die Mitte: Eine Betrachtung der islamfeindlichen Bewegung PEGIDA in Dresden


Im Internet feiert das Bündnis PEGIDA - Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes ihren Erfolg. Mehr als 1000 Teilnehmer demonstrierten am Montagabend in der Dresdner Innenstadt gegen "Glaubenskriege auf deutschem Boden". Sie fordern mehr Hilfe für Bürgerkriegsländer vor Ort, um die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland zu begrenzen und die Straßen sicherer zu machen, wie sie sagen.