Die verbliebene Anhängerschaft der montäglichen Hetze von PEGIDA in Dresden wurde heute im wahrsten Sinne "von Oben" im Regen stehen gelassen. Nachdem zuletzt deutliche Uneinigkeit zu vernehmen war, beim Publikum wie auch im Orga-Team, ist ein geplanter Befreiungsschlag zu erwarten gewesen.
Nun kam es am Schluss jedoch anders als vermutlich zuvor erdacht, denn nicht nur das Wetter versaute den Faschisten ihre Parade...
Wenn wir davon ausgehen, dass die Veranstaltung auf dem Schlesischen Platz den Versuch darstellte, die rechtsradikale Flanke in den Reihen des Gefolges wieder zu stärken, dann hat vor allem ein Part heute total versagt: Deutschlands peinlichster Führer aller Zeiten, Lutz Bachmann persönlich. Statt seine Vicky zu ihrem Geburtstag auf den angepeilten Siegeszug durch das alternative Dresdner Stadtviertel einzuladen, setzte der PeiFaZ auf rührseliges Verständnis für den liebenden Ehemann, um seine fehlende Teilnahme zu erklären.
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23. Mai 2016
2. März 2016
Von Hass, heißer Luft und Hymnen: Perspektiven des gesellschaftlichen Engagement in Dresden und darüber hinaus
Nach den letzten Wochen voller Demonstrationen und Gegenprotest, stellt sich einem beim Blick auf die politische Landschaft in Dresden und Sachsen unweigerlich die Frage, wie es weiter gehen soll in einem thematisch einseitigen Diskurs um PEGIDA, Clausnitz, Bautzen und den sächsischen Sumpf.
Da richtet der CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich eine ominöse Feier aus, um Aktiven dafür "Danke" zu sagen, dass sie nicht weniger verschleiern als das politische Totalversagen seiner Landesregierung.
Einige Tage später fällt er medienwirksam in den Staub und erklärt dem sächsischen Landtag, das "manch einer" (gemeint ist er selbst) die Gefahr von Rechts jahrelang verkannt habe. Nicht ohne unmittelbar danach eine andere Stimme seiner Fraktion, Frank Kupfer erzählen zu lassen, er sei stolz auf seinen Freistaat und sehe keinen Grund sich zu schämen.
Frank Richter, Direktor der Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) erklärt indess es sei nun Repression gefragt und Dialog mit Menschenfeinden könne keine Lösung sein, nicht ohne am darauf folgenden Donnerstag eben jenen Dialog wieder in der Kreuzkirche stattfinden zu lassen.
Auch er erkennt nun angeblich "jemand" habe die politische Bildung in Sachsen jahrelang vernachlässigt und habe das Problem nicht sehen wollen.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass sich grade eben jener Zustand manifestiert, den wir bereits vor über einem Jahr prophezeit haben: Plötzlich erkennen alle ein Problem, das vorher unabsehbar gewesen sein muss und niemand trägt dafür die Verantwortung...
3. November 2015
Bericht über das Demo-Geschehen am 02.11.2015 in Dresden
Die Ausgangssituation für den gestrigen Protest der Vereinigungen Gepida und Dresden Pegidafrei war denkbar ungünstig. Polizei und Ordnungsamt hatten alles getan, um Pegida eine möglichst "störungsfreie" Veranstaltung zu ermöglichen.
Nicht nur war ein Protest in Hör- und Sichtweite defacto per Auflagen untersagt worden, auch die zugesicherte Demonstration konnte auf Grund fehlender polizeilicher Erlaubnis erst sehr spät starten. Doch der Reihe nach:
Gegen 18:00 Uhr hatten sich etwa 1.000 Personen auf dem Postplatz zur Auftaktkundgebung eingefunden. In Anbetracht des sicheren Ablaufs der letzten Wochen und der Gewalttätigkeiten, die Woche für Woche bei Pegida stattfinden, musste es überraschen, dass sich der Gegenprotest plötzlich in einer Wagenburg aus Polizeifahrzeugen wiederfand.
Nicht nur war ein Protest in Hör- und Sichtweite defacto per Auflagen untersagt worden, auch die zugesicherte Demonstration konnte auf Grund fehlender polizeilicher Erlaubnis erst sehr spät starten. Doch der Reihe nach:
Gegen 18:00 Uhr hatten sich etwa 1.000 Personen auf dem Postplatz zur Auftaktkundgebung eingefunden. In Anbetracht des sicheren Ablaufs der letzten Wochen und der Gewalttätigkeiten, die Woche für Woche bei Pegida stattfinden, musste es überraschen, dass sich der Gegenprotest plötzlich in einer Wagenburg aus Polizeifahrzeugen wiederfand.
20. Oktober 2015
Der rechte Mob tobt in Dresden: PEGIDA eskaliert wie nie zuvor
Der gestrige Abend steckt uns immer noch in den Gliedern. In Dresden haben Pegida-DemonstrantInnen gestern Angst und Schrecken verbreitet, wie selten zuvor.
Wir beschränken uns an dieser Stelle auf das Zusammentragen von Ereignissen, die wir selbst verifizieren bzw. beobachten konnten.
Der erste Schock widerfuhr den Anwesenden bereits bei der Gida-Anreise. Dabei tauchte auf der Wilstruffer Straße plötzlich ein geschlossener Mob Neonazis auf, der "hier marschiert der nationale Widerstand" skandierend, Richtung Postplatz zog.
19. Oktober 2015
Geburtstagsevent in Dresden: Und was dann?
Die Vorbereitungen für das PEGIDA-Geburtstags-Event liegen in den letzten Zügen. Dresden ist gewappnet für einen Tag im Ausnahmezustand.
Unabhängig vom Ausgang des heutigen Tages muss Mensch allerdings eine Frage erlaubt sein: War es das alles wert?
Unbestreitbar ist das einjährige Jubiläum der "Spaziergänge" zu einem singulären, medial aufgewerteten Ereignis geraten. Unter anderem beseelt von der Hoffnung, gewalttätige Auseinandersetzungen mit GegendemonstrantInnen zu finden, mobilisieren derzeit einschlägige Hooligan- und Kameradschaftsgruppierungen nach Dresden. "Egal was man von PEGIDA hält, heute müssen wir alle Patrioten sein" heißt es dort.
So kann konstatiert werden: Die Reihen haben sich spürbar geschlossen, das Ereignis ist aufgewertet, wie es stärker kaum geht. Mensch muss sich also fragen, was der heutige Tag am Ende bewirkt haben wird.
Dabei muss uns allen klar sein: Sollte der Protest nach dem heutigen Tag wieder versanden, dann wird dieser Tag nur bewirkt haben, den Hintergrund für PEGIDAs Selbstgefälligkeit zu bilden. Es bedarf einer Fortführung der Auseinandersetzung. In den Köpfen und auf der Straße. Nicht erst später, nicht "noch in diesem Jahr" sondern ab heute und dann auch für den nächsten Montag.
Bei allem Dissens über das wie, wo und wann, eines ist unbestritten: Mit diesem Ausmaß an rechtem Terror lassen wir niemanden allein! Wir sehen uns auf der Straße...
Faschisten werden nicht gefeiert, ihnen wird sich konsequent widersetzt!
Party Crashen!
10. April 2015
Versammlungsbehörde betreibt Eskalation: Aufruf zum zivilen Ungehorsam
Wie es leider zu befürchten stand, ist es nun gekommen. Die Dresdner Versammlungsbehörde versucht, durch massive Beauflagung sämtliche Gegendemonstrationen bis zu 1 km von Pegida fern zu halten und macht damit einen Protest in Sicht- und Hörweite vollständig unmöglich.

Diese Entscheidung stellt einen massiven Grundrechtseingriff in die Versammlungsfreiheit dar, die Bürgern die Möglichkeit garantiert, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Wenn, wie in Dresden eine der größten rechtsradikalen Veranstaltungen der jüngeren Vergangenheit die Stadtgesellschaft heimsucht, dann ist es das Recht (wenn nicht die Pflicht) eines jeden Demokraten, seinem Unmut darüber Ausdruck zu verleihen. Ein Recht, dass die Stadtverwaltung mit Füßen tritt. Sie beweist damit ein für allemal, auf welcher Seite die Dresdner Ordnungsbehörden stehen, wenn sich bürgerschaftliches Engagement und rassistische, antidemokratische und schlicht rechtsradikale Kräfte gegenüber stehen.

Diese Entscheidung stellt einen massiven Grundrechtseingriff in die Versammlungsfreiheit dar, die Bürgern die Möglichkeit garantiert, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Wenn, wie in Dresden eine der größten rechtsradikalen Veranstaltungen der jüngeren Vergangenheit die Stadtgesellschaft heimsucht, dann ist es das Recht (wenn nicht die Pflicht) eines jeden Demokraten, seinem Unmut darüber Ausdruck zu verleihen. Ein Recht, dass die Stadtverwaltung mit Füßen tritt. Sie beweist damit ein für allemal, auf welcher Seite die Dresdner Ordnungsbehörden stehen, wenn sich bürgerschaftliches Engagement und rassistische, antidemokratische und schlicht rechtsradikale Kräfte gegenüber stehen.
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